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Opferschutz

Wenn Sie aufgrund einer Straftat am Körper verletzt oder in Ihrem Vermögen geschädigt wurden, vertreten wir Ihre rechtlichen Interessen im Rahmen des Privatbeteiligtenanschlusses im Strafverfahren (Geltendmachung von Schadenersatz bzw. Schmerzengeld). Als Privatbeteiligter haben Sie das Recht auf Akteneinsicht. Auch besteht ein Fragerecht an Beschuldigten, Zeugen und Sachverständigen.

Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, werden die hierfür anlaufenden Anwaltskosten zumeist von Ihrer Rechtsschutzversicherung gedeckt.

Zur wesentlichen Bestimmung:

§ 65 StPO: Im Sinne dieses Gesetzes ist “Opfer”

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jede Person, die durch eine vorsätzlich begangene Straftat Gewalt oder gefährlicher Drohung ausgesetzt oder in ihrer sexuellen Integrität beeinträchtigt worden sein könnte,

der Ehegatte, der Lebensgefährte, die Verwandten in gerader Linie, der Bruder oder die Schwester einer Person, deren Tod durch eine Straftat herbeigeführt worden sein könnte, oder andere Angehörige, die Zeugen der Tat waren,

jede andere Person, die durch eine Straftat einen Schaden erlitten haben oder sonst in ihren strafrechtlich geschützten Rechtsgütern beeinträchtigt worden sein könnte,

2. Privatbeteiligter jedes Opfer, das erklärt, sich am Verfahren zu beteiligen, um Ersatz für den erlittenen Schaden oder die erlittene Beeinträchtigung zu begehren,

3. “Privatankläger” jede Person, die eine Anklage oder einen anderen Antrag auf Einleitung des Hauptverfahrens wegen einer nicht von Amts wegen zu verfolgenden Straftat bei Gericht einbringt (§ 71),

4. “Subsidiarankläger” jeder Privatbeteiligte, der eine von der Staatsanwaltschaft zurückgezogene Anklage aufrecht hält.

geschrieben am 30.09.2015 von Mazakarini.at