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Schadenersatz

Allgemeines:

Das Schadenersatzrecht klärt insbesondere die Frage, wer den Nachteil eines Schadenseintritts endgültig trägt. Es gilt der Grundsatz, dass der Schaden denjenigen trifft, in dessen Vermögen oder Person er sich ereignet hat (§1311 ABGB). Anderes gilt nur, wenn jemand für diesen Nachteil die Haftung trägt (schadenersatzpflichtig ist).

Zu den wichtigsten Zwecken des Schadenersatzrechts gehört die Ausgleichsfunktion. Der Geschädigte erhält einen Ausgleich für den erlittenen Nachteil.

Das Schadenersatzrecht ist in 2 Gruppen unterteilt. Die Verschuldens- und die Gefährdungshaftung. Während die Verschuldenshaftung schuldhaftes und somit subjektiv vorwerfbares Verhalten voraussetzt, ist der Maßstab bei der Gefährdungshaftung weitaus strenger. Aufgrund der Nutzung einer „gefährlichen Sache“ wie z.B. eines PKW´s, ist bei Eintritt eines Schadens dafür einzustehen.

Die Verschuldenshaftung setzt voraus:

Schaden;
Rechtswidrigkeit;
Verursachung;
Verschulden;
Grundsätzlich trifft die Beweislast für all diese Voraussetzungen den Geschädigten.

Zum Schaden:

Man unterscheidet zwischen Vermögensschaden (materieller Schaden) und ideellen Schaden (immaterieller Schaden). Der Vermögensschaden ist die Minderung des Vermögens des Geschädigten. Ideelle Schäden werden nur in Ausnahmefällen zugesprochen (wie insbesondere Schmerzengeld gem. § 1325 ABGB oder § 13 EKHG).

geschrieben am 30.09.2015 von Mazakarini.at